Adventskaffee 2018

Am 2. Advent, dem 9. Dezember 2018, fanden sich die Geschwister in der weihnachtlich geschmückten Kirche ein, um ein paar besinnliche Stunden miteinander zu verbringen.

Nachdem unser Vorsteher den Nachmittag mit Gebet begonnen hat, konnte das Buffet "gestürmt" werden. Wie immer war es mit verschiedenen Kuchen, Torten, Keksen und auch herzhaften Speisen bestückt. Bei der reichen Auswahl fiel es schwer, sich zu entscheiden. Aber es war genügend da, sodaß die Möglichkeit bestand, auch ein zweites Mal sich zu bedienen.

Nachdem der Hunger und der Durst gestillt war, wurden verschiedene Geschichten, Gedichte und auch weihnachtliche Lieder vorgetragen. Zu Beginn hörten wir eine Geschichte von Schw. L. von der kleinen Kirchenmaus und einer Bienenwachskerze. Das Mäuschen lebte in einer dunklen kalten Kirche und hatte noch nie ein Licht und die Wärme einer Kerze verspürt. Dadurch, dass die Kerze niederbrannte, verschenkte sie Licht und Wärme. Später erinnerte sich die Maus oft an den Satz der Kerze "Ich verschenke mich an dich, damit du glücklich bist."

Bruder K. las eine Geschichte mit dem Titel "Ein komisches Weihnachtsfest" vor. Ein paar Menschen meinten ein paar Tage vor Weihnachten, dass alle Ausländer raus müßten. Bei näherer Betrachtung stellten sie fest, das die Schokolade wieder zurück nach Afrika, der Kaffee, Deutschlands Lieblingsgetränk, wieder zurück nach Brasilien, die Früchte wieder dahin zurück wo sie geerntet worden sind usw. usw. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Unter anderem gehören dazu auch die verschiedenen Werkstoffe, die in einem Auto verbaut sind, wie z.B. das Kautschuk für die Reifen, das dann wieder zurück nach Südamerika müßte. Viele Dinge unseres täglichen Lebens kommen aus dem Ausland. Man sollte darüber nachdenken, wenn man einfach sagt "Ausländer raus".

Wie Anna auf das Weihnachtsfest wartet, erzählt die Geschichte "Engelzauber im Advent". In ihrem Zimmer hing ein wunderschöner Adventskalender mit 24 Tütchen. Was sich darin wohl verbirgt? Vorsichtig berührte sie die Säckchen. Der Inhalt des ersten Säckchen war weich und heraus kam ein kleiner Engel mit einer Posaune und das Lied erklang "Alle Jahre wieder kommt das Christuskind". Schw. V. sang diese Liedverse und die ganze Gemeinde stimmte in den Gesang mit ein.

Ein lustige Geschichte hörten wir von Br. Z. Es ging darum, wo wir im Alter bleiben, in einer Seniorenresidenz oder auf einem Kreuzfahrtschiff. Es wurde ein Vergleich gezogen zwischen diesen beiden Möglichkeiten. In der Seniorenresidenz kostet der Tag 200 Euro pro Tag, auf dem Kreuzfahrtschiff nur 135 Euro. In der Seniorenresidenz ist man Patient, auf dem Kreuzfahrtschiff ist man Gast. Man wird bedient und hat die Möglichkeit zehnmal am Tag essen und das in den besten Restaurants. In der Seniorenresidenz ist das nicht möglich. Wenn man krank wird und ins Krankenhaus muß kostet es zusätzlich Geld. Auf dem Kreuzfahrtschiff hat man ein Zimmer ganz für sich allein und auch ein Arzt kümmert sich ausschließlich um den Patienten. Und so gab es viele Dinge, die auf einem Kreuzfahrtschiff besser und günstiger sind als in einer Seniorenresidenz. Selbst wenn man noch ein Trinkgeld auf dem Kreuzfahrtschiff zahlt. Ein Punkt war nicht gut auf dem Kreuzfahrtschiff. Sollte man auf dem Kreuzfahrtschiff sterben, würden keine Beerdigungskosten anfallen. Man würde einfach über Bord geworfen. Das ist nun wirklich keine erstrebenswerte Lösung.

Unser Vorsteher erfreute mit zwei Gedichten, eins von Wilhelm Busch, das andere war namenlos aus Oberösterreich und handelte von der Geburt Jesu. Der Chor sang auch zwei Lieder, "O freudenreicher Tag" (CM 7) und "Als die Welt verloren" (CM 20). Zwischen allen Vorträgen sangen wir jedes mal ein Weihnachtslied aus dem reichhaltigen Repertoire unseres Gesangbuches.

Eine Premiere gab es aber auch: Die Kinder haben mit Unterstützung der Sonntagsschullehrerinnen und Gitarren-Begleitung das Lied von der Weihnachtsbäckerei gesungen. Beim Refrain haben alle mit eingestimmt. Das war ein wunderbarer Beitrag an diesem Nachmittag.

Mit Gebet endete diese Nachmittagsstunde im Kreise der Geschwister. Unser Vorsteher wünschte uns allen für die bevorstehende Zeit Freude und Frieden. Möge die Freude die treibende Kraft sein.